8. Juni 2016

Schön und gut, aber was kostet das Teil

Ja, wer will das letztendlich nicht wissen. Allzu gern wird die dann genannte Summe mit dem Preis vom Baumarkt um die Ecke verglichen. Das ist aber zu einfach. Denn die Fertigungsverfahren sind grundsätzlich verschieden, und die Zielrichtung auch. Nehmen wir doch mal ein einfaches Bauteil wie diesen typischen Eckverbinder für diverse Profile unter die Lupe.

Typischer Eckverbinder für diverse Profile
Der Eckverbinder hat folgende Abmaße: 74 (L) x 74 (B) x 16 (H) mm. Er wird aus Kunststoff (Polyamid) gefertigt.

Die Kosten gliedern sich wie folgt auf (Wertangaben sind nur Anhaltspunkte):

Preisvergleich
Auffällig ist jedenfalls der Stückkostenpreis beim Spritzguss. Aber bei einem Stück müssen die Werkzeugkosten einberechnet werden. Ab 10.000 Stück wird der Preis schon verträglicher. Hingegen beim 3D-Druck fällt der Preis bei hoher Stückzahl nicht nennenswert.

Noch ein Wert ist zu vergleichen. Beim 3D-Druck können innerhalb 24 Stunden ca. 400 Stück gefertigt werden. Auf der Spritzgussmaschine sind es immerhin 2.500 Stück.

Doch bevor es zur Fertigung kommt, wird ein digitales Modell benötigt. Durch die einfache Geometrie betrugen die Konstruktionskosten des Eckverbinders etwa 30,00 €.

Und was kostet es im Baumarkt. Das Teil gab es dort nicht. Aber beim Hersteller der Maschine für 2,80 €. Was passiert nun, wenn für die Maschine, zu denen die Eckverbinder gehörten, keine Ersatzteile mehr gefertigt werden. Oder der Hersteller existiert nicht mehr?

Dann wird der 3D-Druck interessant. Und beim Nachbau muß die Form nicht 1:1 übernommen werden. Durch eine bionische Konstruktion kann das Volumen gesenkt werden, und somit auch die Druckkosten.

1 Kommentar:

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